Prävention
Sicherheitsdossier Geschwindigkeit
Fahrgeschwindigkeit hat entscheidenden Einfluss auf Verkehrssicherheit
Die Zahlen sind – trotz sinkender Tendenz – weiterhin besorgniserregend: Bei Geschwindigkeitsunfällen werden auf Schweizer Strassen immer noch jedes Jahr 1250 Personen schwer verletzt und 160 Menschen getötet (Durchschnitt 2004-2008). Mit dem Sicherheitsdossier "Geschwindigkeit" der bfu – Beratungsstelle für Unfallverhütung liegt nun eine wissenschaftliche Analyse vor, die Risikofaktoren beschreibt und konkrete Massnahmen herleitet, wie das Unfallgeschehen reduziert werden könnte.
Überhöhte Geschwindigkeit ist die Hauptursache schwerer Verkehrsunfälle. Dabei sind über die Hälfte der Opfer Personenwageninsassen und fast ein Drittel Motorradfahrer.
Geschwindigkeitsunfälle sind häufig Schleuder-/Selbstunfälle – allein 70 Prozent aller Schwerverletzten und Getöteten gehen auf ihr Konto. Auffällig viele Opfer sind dabei auf Ausserortsstrassen zu beklagen (57 Prozent). Verursacht werden die Unfälle überdurchschnittlich oft von jungen Männern zwischen 18 und 24 Jahren.
Präventionskampagne "Slow Down. Take it Easy"
Franky Slow Down sensibilisiert für angepasste Geschwindigkeit
Eine der häufigsten Ursachen für Unfälle auf Schweizer Strassen ist eine nicht angepasste Geschwindigkeit. Deshalb lancieren der Schweizerische Versicherungsverband SVV und die bfu – Beratungsstelle für Unfallverhütung im Auftrag des Fonds für Verkehrssicherheit FVS die Präventionskampagne «Slow Down. Take it Easy». Engel Franky Slow Down motiviert junge Autolenker und Motorradfahrer aller Altersgruppen, die Geschwindigkeit den Strassen-, Verkehrs- und Sichtverhältnissen sowie den eigenen Fähigkeiten anzupassen.
Zu schnelles Fahren ist immer noch eine der Hauptursachen von schweren und tödlichen Unfällen auf Schweizer Strassen. Zu schnell heisst aber nicht unbedingt, dass die Unfallverursacher die Tempolimiten nicht einhalten.
Motorrad-Sicherheitsdossier
Die Sicherheit von Motorradfahrern kann erhöht werden
In der Schweiz sind jährlich rund 90 getötete und über 5000 verletzte Motorradfahrer zu beklagen. Das entspricht jedem vierten schweren Personenschaden im gesamten Strassenverkehr! Mit dem "Sicherheitsdossier Motorradverkehr" der bfu – Beratungsstelle für Unfallverhütung liegt nun eine wissenschaftliche Analyse vor, die Risikofaktoren beschreibt und anhand konkreter Massnahmen zeigt, wie die Sicherheit von Motorradfahrern im Strassenverkehr erhöht werden könnte.
Etwa ein Drittel aller schweren Motorradunfälle sind Alleinunfälle, die häufig auf nicht angepasste oder überhöhte Geschwindigkeit zurückzuführen sind. Bei den weniger schweren, aber doppelt so häufigen Kollisionen hingegen sind die Automobilisten in zwei Dritteln der Fälle zumindest mitschuldig, wobei vor allem das Vortrittsrecht missachtet wird.
Um das Unfallgeschehen substantiell zu reduzieren, genügt es also nicht, nur bei den Motorradfahrern anzusetzen.














