Crashtests Euro NCAP - Serie 28
Acht Fahrzeuge im neuesten Crashtest
Im Rahmen des Euro NCAP (European New Car Assessment Programme) hat der TCS zusammen mit seinen Partnern weitere acht linksgelenkte Personenwagen bezüglich Insassensicherheit, Fussgängerschutz und Assistenzsysteme getestet. Dabei erhielten der Alfa Romeo Giulietta, BMW 5er, Saab 9-5 und Toyota Verso die begehrten fünf Sterne. Drei Modelle, Kia Venga, Seat Exeo und Nissan Cube erreichten vier von fünf Sternen. Einzig der Citroën Nemo erzielte drei Sterne.
Seit 2009 spielt zudem die Sicherheitsausstattung mit den Assistenzsystemen (z.B. ESP) eine Rolle bei der Beurteilung. Erst das Total aller Tests ergibt die Bewertung von einem Stern (mangelhaft) bis zu fünf Sternen (sehr gut).
Am 01.01.2010 wurden die Anforderungen aller Testkriterien, ausgenommen bei der Sicherheitsausrüstung, erhöht. Damit steigt die Hürde, um fünf Sterne zu erreichen. Der Saab 9-5 wurde noch im letzten Jahr getestet und somit noch nach den im Jahr 2009 geltenden Anforderungen bewertet.
Insassenschutz: Gesamtleader haben die Nase vorn
Punkto Insassensicherheit konnten die Gesamtleader Alfa Romeo Giulietta mit 97%, BMW 5er (95%) und Saab 9-5 (94%) überzeugen. Aber auch der Toyota Verso und Nissan Cube ereichten mit 89% bzw 83% gute Werte. Knapp unter den Mindestanforderungen für die Spitzennote folgen Kia Venga mit 79% und Seat Exeo (77%).
Der Citroën Nemo erreichte 59% und wird unter anderem wegen der schlechten Note beim Insassenschutz auf drei Sterne in der Gesamtbewertung abgewertet (→ Details pro Fahrzeug ).
Kinderschutz wird gross geschrieben
Fünf Sterne bei der Kindersicherheit erreichten in der aktuellen Testreihe fünf Fahrzeuge (Alfa Romeo Giulietta, BMW 5er, Seat Exeo, Saab 9-5 und Toyota Verso). Der sportliche Italiener (Alfa Romeo Giulietta) schneidet mit 85% der möglichen Punktzahl in diesem Kriterium wiederum am Besten ab. Die schlechteste Bewertung erhielt der Nissan Cube mit 64%. Aus diesem Grund wird er auch nur mit vier Sternen in der Gesamtbewertung beurteilt.
Der Citroën Nemo erreichte mit 74% knapp die Hürde von 75% für die Maximalnote nicht, der Kia Venga verfehlte mit 66% diese Marke klar.
Für einen optimalen Kinderschutz ist die Kombination von Kindersitz und Fahrzeug ausschlaggebend. Beim Test wurden die vom Hersteller empfohlenen Kinderrückhaltesysteme verwendet. Ausführliche Informationen über Kindersitze können unter www.kindersitze.tcs.ch bezogen werden.
Höhere Hürden beim Fussgängerschutz
Am stärksten sind die Anforderungen beim Fussgängerschutz gestiegen. So erhöhte sich die Anforderungsgrenze für fünf Sterne von 25 auf 40 Prozent.
Alle getesteten Fahrzeuge meisterten, wenn manche auch knapp, diese Hürde. So erreichte der BMW 78%, während der Saab 9-5 mit nur 44% am unteren Rand der Tabelle rangierte.
Der 5er von BMW erzielte das bisher beste Ergebnis. Dies unter anderem dank der aktiven Motorhaube, die bei einem Aufprall mit einem Fussgänger den Deformationsraum vergrössert und dadurch das Verletzungsrisiko vermindert.
Sicherheitsausrüstung
Das seit 01.01.2009 eingeführte Kriterium der Sicherheitsausrüstung bewertet das Ausstattungsniveau der Assistenzsysteme. Bewertet werden Geschwindigkeitsbegrenzer, ESP und Gurtwarner. Der Seat Exeo verpasst die geforderten 60% mit seinen erreichten 57% relativ knapp. Aufgrund des fehlende ESPs erhält der Citroën Nemo sogar nur 29%. Brillieren konnte der BMW 5er, der 100% erhält.
Video Crashtest Saab 9-5
Details und Übersicht frühere Tests
TestmethodikBeim Insassenschutz wird die Belastung von zwei Erwachsenen vorne und zwei Kindern hinten überprüft. Es werden jeweils Crashtests frontal, seitlich gegen ein anderes Fahrzeug sowie gegen einen Laternenmast simuliert. Beim seit 2009 simulierten Heckaufprall wird die Sicherheit gegen Verletzungen der Halswirbelsäule mit drei verschiedenen dynamischen Tests untersucht.
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Quelle: TCS Schweiz













