TCS-Crashtest Fussgängerschutz

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Fussgängerschutz - Citroën C6 Top

Punkto Fussgängerschutz schneiden neue Offroader besser ab als ihre Vorgänger. Dies zeigt ein vom TCS durchgeführter europäischer Crashtest.
Crashtest Fussgängerschutz
Mangelhafter Fussgängerschutz ist nicht nur bei  Offroadern anzutreffen.

In den vergangenen Jahren standen Offroader wegen ihrer hohen, steil abfallenden Fahrzeugfronten oft in der Kritik, da sie bei einer Kollision mit Fussgängern ein hohes Gefahrenpotenzial darstellten. Im Rahmen der EuroNCAP-Tests werden periodisch Crahstests mit Offroadern durchgeführt.

Deren Erkenntnisse sind für die Automobilkonstrukteure ein wichtiger Anreiz, festgestellte Schwachstellen zu verbessern.

Durch eine geänderte Euro NCAP Bewertung und eine neue Gesetzgebung wurde 2009 Druck auf die auf die Hersteller ausgeübt, den passiven Fußgängerschutz zu verbessern, mit Erfolg. So erzielt der 2009 lancierte BMW X1 23 von 36 möglichen Punkten im Euro-NCAP Prüfverfahren das bisher beste Ergebnis in der Klasse der SUVs.

Sein grosser Bruder, der BMW X3, erzielte beim selben Test im Jahr 2008 lediglich 5 Punkte. Die neuen, kompakten SUV bieten in der Regel besseres Schutzpotential gegenüber Fussgängern als ihre grösseren Vorgänger. Ausnahme ist der Audi Q5, der sogar schlechter Abschnitt als sein grosser Bruder Q7.


Die Zukunft gehört aktiven Systemen

Fussgängerschutz Volvo
Volvo arbeitet an einem aktiven Fussgängerschutz-System. (Bild: RP-Online)

Einen Ausblick in die Zukunft zeigen aktive oder vorausschauende Systeme, die eine Kollision mindern oder gänzlich vermeiden sollen. So werden zum Beispiel mit einem Kamera/Infrarotsystem Fussgänger erkannt und automatisch eine Notbremsung eingeleitet (zukünftig im Volvo S60).

Auch der mittlerweile seit einigen Jahren bei vielen Modellen schon serienmässige Bremsassistent unterstützt den Fahrer bei einer Notbremsung aktiv, indem er die Bremskraft bei Bedarf zusätzlich erhöht.

Kann eine Kollision mit einem Fussgänger nicht mehr verhindert werden, kommen teilweise schon heute aktive Motorhauben (pop up hood) zum Einsatz. Diese heben sich um einige Zentimeter an, wenn die Sensorik eine Kollision mit einem Fussgänger erkennt. Dadurch wird verhindert, dass der Verunfallte auf ein hartes Bauteil unter der Motorhabe aufschlägt (Citroën C6, Mercedes E-Klasse).

Geforscht wird zur Zeit an Fussgängerairbags, welche entlang des Frontscheibenrahmens den Kopf des Verunfallten schützen sollen. Allgemein gilt aber: Vermeidung ist besser als Nachsorge. Ein passiver Schutz wird immer nötig sein, da eine absolute Unfallvermeidung unmöglich ist.


Citroën C6 Top

Citroen C6 Fussgängerschutz
Der Citroën C6 erreichte bisher die höchste Punktzahl beim Fussgängerschutz.

Die höchste bisher erreichte Punktzahl konnte der mit einer aktiven Haube (pop up hood) ausgestattete Citroen C6 erzielen. Er erreichte 28 Punkte.

Ganz ohne aktive Massnahmen erreichte der Honda Insight das Ergebnis von 27 Punkten.


Fazit

Neue Geländewagen und SUVs weisen teilweise bereits heute einen guten Fussgängerschutz auf. Leider trifft das aber noch lange nicht auf alle Fahrzeuge zu. Daher sind die Hersteller gefordert, dies Aspekte in Zukunft vermehrt zu berücksichtigen.

Ein mangelhafter Fussgängerschutz ist aber auch bei allen übrigen Karosserieformen anzutreffen und somit nicht nur ein Problem beis SUVs und Geländewagen.Beim Kauf eines Neuwagens oder auch einer Occasion sollte auf ein gutes Abschneiden bei den EuroNCAP-Crashtests geachtet werden.

Der TCS bereitet die Daten der getesteten Fahrzeuge als einzige schweizerische Organisation auf und stellt sie unter www.infotechtcs.ch zur Verfügung.

 

Beispiele: Tops

Modell Testjahr Punkte
BMW X1 2009 23
Toyota RAV 4 2006 21
Ford Kuga 2008 20
Nissan Qashqai           
2007 18
VW Tiguan 2007 17

 

Beispiele: Flops

Modell Testjahr Punkte
Jeep Grand Cherokee 2005 0
Hyundai Santa Fe 2006 0
Mitsubishi Pajero Pinin
2003 1
Range Rover 2002 2
BMW X3 2008 5


Quelle: TCS Schweiz
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