Reifenpannensprays
Fünf Reifenpannensprays im TCS-Test - nur ein Produkt überzeugte
Der Touring Club wollte wissen, wie sich Reifenpannensprays im Falle einer Reifenpanne bewähren und testete zu diesem Zweck fünf verschiedene Produkte. Fazit: Bei allen Produkten ist Verbesserungspotential vorhanden.
Bei den fünf Reifenpannensprays (Easy Seal, Nigrin, Sonax, Terra-S, Westfalia) wurden die Kriterien Bedienungsanleitung, Anwendung, Reparatur und Reifendemontage getestet. Das Produkt von Easy Seal überzeugte mit einem hohen Fülldruck und in fast allen Kriterien. Die Produkte Easy Seal, Nigrin und Sonax erreichten den geforderten Minimaldruck von 1.2 bar. Bei den Pannensprays der Marke Nigrin und Sonax sind die Sicherheitshinweise jedoch ungenügend, zudem ist das Verschmutzungsrisiko bei deren Anwendung entsprechend gross.
Pannensprays kommen nur als reine Notfallhilfe in Frage. Die Weiterfahrt sollte darum aus Sicherheitsgründen nur mit einer Geschwindigkeit von maximal 80 km/h und über eine Distanz von höchstens 80 km erfolgen. TCS-Experten empfehlen, einen mit einem Pannenspray reparierten Reifen auf jeden Fall durch den Fachmann ersetzen zu lassen, und zwar aus folgendem Grund: Durch die Einstichstelle kann Wasser eindringen, wodurch die Korrosion der Stahldrähte im Reifengürtel begünstigt wird.
Je nach Produkt ist die Anwendung und Füllung unterschiedlich. Um eine Reifenpanne erfolgreich mit dem Pannenspray beheben zu können, muss die Einstichstelle zwingend auf dem Boden platziert werden. Somit wird sichergestellt, dass diese beschädigte Stelle nach dem Einfüllen des Treibgases schnellst möglich abgedichtet, respektive mit Dichtmittel bedeckt wird. Andernfalls würde das Treibgas ungehindert über die Einstichstelle entweichen und somit eine Weiterfahrt verunmöglicht, denn die Pannensprays haben keinen zusätzlichen Kompressor.
Hinweise und Tipps
|
Quelle: TCS Schweiz












