Motorrad einwintern

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Richtige Vorbereitung auf den Winterschlaf

Wenn der Winter ins Land kommt, macht Töfffahren nicht mehr wirklich Spass. Kälte, Regen, Eis und Schnee setzen der sommerlichen Freiheit auf zwei Rädern ein Ende.  Nur noch die ganz hartgesottenen Biker steigen jetzt noch auf den Bock. Also die Maschine einfach in irgendeine Garage stellen? So wird kein erfahrener Töfffahrer handeln.
Motorrad Winter
Wer sein Motorrad richtig einwintert, erspart sich im Frühling viel Ärger.

Zu allererst ist eine gründliche Reinigung angesagt, wenn Sie Ihr geliebte Maschine in den Winterschlaf schicken wollen. Aber Achtung beim Abbrausen – die Elektrik und Elektronik von Motorrädern lieben keine Feuchtigkeit!

Um so dankbarer sind die lackierten Teile für das Ausbessern kleiner Schadstellen und die anschliessende Behandlung mit einem Pflegemittel, damit sich während der Ruhezeit keine Korrosion  einfressen kann.


Vorbereitung

Putzaufgabe geschafft? So geht es weiter:

  • Anstehende Reparaturen möglichst noch vor der Winterpause erledigen.
    Technisch versierte Biker können da eine Menge selbst tun. Doch überschätzen sollten sie sich nicht und – soweit nötig – eine Fachwerkstatt einschalten. Die hat zum Saisonende auch mehr Zeit als in den ersten Wochen des Motorrad-Frühlings.
  • Prüfen, ob ein Ölwechsel nötig ist, sei es im Motor, im Getriebe, im Kardan oder in der Gabel.
    Eine Erneuerung des Motoröls (das alte in betriebswarmem Zustand ablassen!) kann vor dem Winter nie schaden, ebenso ein Austausch des Ölfilters nach dem Motto "Lieber früher als später".
  • Gelenke, Bowdenzüge, Hebel und sonstige bewegliche Teile abschmieren.
    Bei dieser Gelegenheit lässt sich auch checken, wie es mit dem Spiel bzw. Verschleiss der Antriebskette, der Bremsen und der Kupplung bestellt ist.
  • Kette reinigen und mit einem Kettenspray konservieren.
  • Zündkerzen herausschrauben, in jeden Zylinder etwas Motoröl (etwa 15 cm3) einfüllen und den Motor ein paarmal mit dem Starter durchdrehen. Dann Zündkerzen wieder einsetzen.
    Spezielle Motor-Konservierungssprays tun den gleichen Dienst wie Öl und machen die Sache einfacher.
  • Bei wassergekühlten Motoren Frostschutz prüfen und – wenn nötig – erneuern.
    Dabei die Hersteller-Vorgaben beachten.
  • Batterie ausbauen, den Säurestand checken und – wenn erforderlich – mit destilliertem Wasser wieder auf die richtige Marke bringen.
    Batterie in einem trockenen und warmen Raum lagern und in Abständen von etwa sechs bis acht nachladen.
  • Tank ganz auffüllen, um Korrosion im Behälter zu verhüten.
    Benzinleitung und Vergaser leeren; Kraftstoff- und Luftfilter reinigen bzw. erneuern.
  • Kunststoff- und Chromteile mit geeigneten Mitteln (Sprays, Schutzwachs u. ä.) konservieren.
  • Den Auspuff mit einem ölgetränkten Lappen einreiben und das Endrohr mit diesem verschliessen.
  • Den Reifen-Luftdruck um 0,3 bis 0,5 bar erhöhen; variable Federelemente auf niedrigste Vorspannung einstellen.


Abstellen - das Wo und Wie

Nach der schweisstreibenden Pflege vor dem Einwintern muss das gute Stück dann auch noch geeignet abgestellt werden. Das bedeutet:

  • Das Motorrad ein einem luftigen und trockenen Raum abstellen.
  • Wenn die Maschine so aufgebockt wird, das Vorder- und Hinterrad möglichst gut entlasten - Reifen, Federn und das Lenkkopflager werden es danken.
  • Mit einem Staubschutz abdecken, der Luft durchlässt und unter dem sich kein Kondenswasser bilden kann.
    Geeignet sind beispielsweise alte Wolldecken; von einer Kunststoffumhüllung ist dringend abzuraten

Schliesslich: Lassen Sie den Motor nicht während der Winterpause laufen – nicht einmal ganz kurz. Sonst wird seine Konservierung beeinträchtigt und korrosives Kondenswasser freigesetzt.


Einlagerung beim Töffhändler

Wer sich all diese Mühen ersparen will, kann sein Motorrad auch in der Fachwerkstatt einwintern lassen. Viele Motorradhändler bieten diesen Service an. Der übliche Preis dafür beträgt 1 Franken pro Tag.


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