Schneeketten
Trockentraining ratsam
Schneeketten sind nicht nur im alpinen Gelände das Um und Auf. Auch in städtischen Gebieten können sie oft letzte Retter in der Not sein. Damit im Fall der Fälle alles glatt läuft, ist ein Trockentraining empfehlenswert.
Für fast jeden Autofahrer kommt in den kalten Monaten des Jahres einmal der Moment, wenn er zwecks Wintersicherheit über die Bodenhaftung seines Fahrzeugs nachdenken muss. Sobald Winterreifen allein nicht mehr greifen, bieten Schneeketten Sicherheit in punkto Haftung.
Ihre hilfreiche Wirkung wird dann gebraucht, wenn Fahrbahnen mit starkem Gefälle oder Steigungen unter einer dicken Schneedecke liegen. Die aufgespannte Kette über dem Gummi verhilft dem Reifen in diesen Extremsituationen zum nötigen Plus an Griffigkeit.
Aber dennoch gilt: Schneeketten ersetzen nicht die Winterreifen! Ihre volle Wirksamkeit entfalten die Ketten auf festgefahrenem Schnee oder einer dicken Schneedecke, weniger auf Eis.
Übung macht den Meister
Wichtige Hinweise
Dimensionen
Die Dimensionen müssen passen, ansonsten sind Beschädigungen am Fahrzeug vorprogrammiert.
Winterreifen
Schneeketten sind kein Ersatz für Winterreifen. Vor allem beim Bremsen kann - bei einem Fronttriebler - die Hinterachse ausbrechen.
Fahrassistenzsysteme
ESP & Co können die Wirkung der Schneekette schmälern. Im Extremfall kann sogar der Motor absterben. Also unbedingt ESP bei Verwendung von Schneeketten abschalten.
Eis
Schneeketten liefern bei eisglatter Fahrbahn kein besseres Ergebnis als Winterreifen.
Korrosion
Nach dem Einsatz sollten Schneeketten auf jeden Fall gesäubert werden - sonst droht Rost!.
Jeder kennt das Vorurteil, dass die Montage von Schneeketten sehr kompliziert ist. Doch auch hier gilt: Übung macht den Meister!
Egal wie modern oder bequem ein Schneeketten-Satz auch sein mag, im Fall der Fälle sollte niemand gänzlich unerfahren ans Werk gehen. Abgesehen davon, dass die Handgriffe zu beherrschen sind finden sich bei der Kettenmontage auf winterlichen Strecken kaum ideale Bedingungen für langes Probieren.
Die Schneekette wird bei einfachen Modellen in Längsrichtung vor den jeweiligen Reifen ausgelegt. Schliesslich muss der Fahrer lediglich ein Stück auf die Kette fahren, um sie um den Reifen legen zu können. Dann werden die Enden zusammengehängt. Die Kette setzt sich nach einigen hundert Metern Fahrt. Daher muss nach dieser ersten kurzen Strecke angehalten und kontrolliert werden, ob sich die Schneeketten womöglich gelockert haben.
Viele Hersteller bemühen sich, diese Prozedur zu vereinfachen.
Seil oder Bügel?
Welche Kette gewählt wird, hängt zum einen von den eigenen Vorlieben ab, zum anderen ist auch das Fahrzeug an sich zu berücksichtigen. So genannte Seilketten eignen sich vor allem für Fahrzeuge mit Frontantrieb. Das liegt daran, dass bei der Montage dieser Ketten Handgriffe im Radhaus des Wagens vorgenommen werden müssen.
Beim Heckantrieb eignen sich Schneeketten mit einem Federstahl-Bügel. Bei diesem System ist kein Griff hinter das Rad notwendig, die nötigen Handgriffe geschehen an der Aussenseite des Rades.
Wer beim Anlegen der stählernen Ketten Angst um seine teuren Leichtmetallfelgen hat, der findet mittlerweile auch Kettensysteme mit integriertem Ring als Felgenschutz.
Übrigens: Kurze Strecken von zwei oder drei Kilometern kann man mit den Ketten auch auf dem Asphalt fahren. Die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit beträgt 50km/h.








TCS-Test Schneeketten




