Vorsicht Trickdiebe
Überfälle auf spanischen Autobahnen
Wo viele Touristen sind, gibt es bekanntlich viele Ganoven. Zum Beispiel auf der von Urlaubern viel befahrenen Mittelmeerautobahn A7. Auf freier Strecke und an den Raststätten ist stets Vorsicht geboten.
In der Ferienzeit kommt es immer wieder verstärkt zu Überfällen auf Touristen.
Besonders entlang der spanischen Autobahn A 7 (Autovía del Mediterraneo) zwischen der Grenzstation La Junquera und Barcelona werden solche Übergriffe gemeldet. Aber auch gebührenfreie Grossstadtumfahrungen sind beliebte Reviere von Diebesbanden, weil dort ohne die Zahlstellen schrankenlose Fluchtmöglichkeiten bestehen.
Die Masche der dreisten Trickdiebe: Aus fahrenden Autos werden Touristen auf vermeintliche Fahrzeugpannen aufmerksam gemacht und mit Handzeichen oder Zurufen zum Halten auf der Standspur veranlasst. Manchmal werden sogar Steine oder andere Gegenstände gegen das fahrende Auto geworfen, um den Fahrer zum Anhalten zu bewegen. Hat man einmal angehalten täuschen die Diebe Hilfsbereitschaft vor und lenken die ahnungslosen Touristen so ab, dass der Komplize in aller Ruhe das Auto ausrauben kann.
Aber auch auf Raststätten ist Vorsicht geboten, da dort immer wieder geparkte Fahrzeuge aufgebrochen werden. Ausserden werden zur Vorbereitung des späteren Überfalls an Tankstellen und Raststätten die Reifen der späteren Opfer angestochen oder mit ätzender Flüssigkeit bespritzt. Ist der Reifen dann nach einiger Zeit ganz platt, dann ist der Fahrer gezwungen, auf offener Strecke anzuhalten.
Die Täter haben es vorzugsweise auf Autos oder Wohnmobile mit ausländischen Kennzeichen abgesehen. Sie selbst sind in Fahrzeugen mit spanischen und ausländischen Kennzeichen unterwegs.
Sicherheitshinweise für einreisende Autofahrer sind an den Mautstationen ("Peajes") ausgelegt und die Notrufnummer 902 20 03 20 von "Autopistas" ist rund um die Uhr besetzt.
Im nachfolgenden, vom spanischen Autobahnbetreiber "Autopistas" und der Landesregierung von Katalonien herausgegebenen Merkblatt werden folgende Verhaltensregeln für Autobahnfahrten in Spanien empfohlen:
Sicherheitstipps
- Halten Sie nur auf den Raststätten an.
- Halten Sie niemals auf dem Seitenstreifen an, selbst wenn Ihnen entsprechende Zeichen gegeben werden.
- Trauen Sie keinen Unbekannten.
- Wenden Sie sich bei Fragen an Personen in Uniform.
- Misstrauen Sie den Hinweisen von anderen Verkehrsteilnehmern über vermeintliche Schäden an Ihrem Fahrzeug wie zum Beispiel ein brennendes Auspuffrohr oder platte Reifen.
- Denken Sie daran, dass die Rastplätze nur für Kurzpausen ausgerichtet sind. Halten Sie sich deshalb nicht länger als unbedingt nötig auf den Rastplätzen auf.
- Wenn Sie im Pannenfall nicht bis zur nächsten Raststätte kommen, halten Sie neben einer Notrufsäule an und fordern Sie gegebenenfalls Hilfe an.
- Wenn Sie über eine Notrufsäule Hilfe angefordert haben, vergewissern Sie sich, dass der Abschleppwagen, der sich um Sie kümmert, das Symbol von Autopistas trägt bzw. das Symbol des von Ihnen angeforderten Pannendienstes.
- Schliessen Sie das Fahrzeug bei Pausen auf den Raststätten ab, stellen Sie die Alarmanlage an und lassen Sie keine Wertgegenstände offen sichtbar im Fahrzeug liegen.
- Falls Sie über ein Mobiltelefon verfügen, tragen Sie es immer bei sich.
- Wenn Sie Hilfe brauchen und keine Notrufsäule sehen, wählen Sie die Nummer (0034) 902 20 03 20, um sich mit der Operationszentrale von "Autopistas" in Verbindung zu setzen, die rund um die Uhr besetzt ist. Geben Sie genau an, wo Sie sich befinden (die Autobahnnummer und die Kilometerangabe, die sich an den Seiten der Fahrbahn befindet, sowie die Fahrtrichtung Nord oder Süd), damit die Sicherheitskräfte benachrichtigt werden können.














Kommentare
Diese Vorfälle ereignen sich überwiegend am Wochenende und auf alleine fahrende Gespanne. Wir fahren seit dem an Werktagen und mit mehreren Gespannen zusammen.
Detlev Regner