Technik spart Sprit

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Start-Stopp-Systeme

Wenn das Auto steht, muss der Motor nicht laufen. Das spart Sprit – bis zu 15 Prozent im reinen Kurzstreckenverkehr. Damit man dafür nicht bei jeder roten Ampel umständlich am Zündschlüssel drehen muss, gibt es Start-Stopp-Anlagen.
Start-Stopp-System
Mit einem Start-Stopp-System kann man bis zu 15 % Treibstoff sparen.

Ein Start-Stopp-System (auch "Start-Stopp-Automatik" genannt) ist ein automatisch arbeitendes System zur Reduzierung des Treibstoffverbrauchs bei Autos. Es kommt mittlwerweile bei Modellen verschiedener Hersteller serienmässig zum Einsatz. Entwickelt wurde das System von der Firma Bosch.

Besonders im Stadtverkehr können mit so einem System zwischen 5 und 10 Prozent Treibstoff eingespart werden.


Funktion

Sobald das Fahrzeug steht (oder ausrollt – nur bei äusserst niedrigen Geschwindigkeiten unter 5 km/h), wird der Motor von der Start-Stopp-Anlage abgeschaltet. Dazu muss der Schalthebel auf Leerlauf stehen und das Bremspedal gedrückt werden.

Je nach Fahrzeug-Hersteller springt der Motor wieder an, wenn entweder das Bremspedal losgelas­sen oder teilweise zusätzlich das Kupplungspedal getreten wird. Die elektrischen Systeme arbeiten auch bei stehendem Motor weiter – anders als bei ausgeschaltetem Zündschlüssel.


Voraussetzungen

Je nach Auto-Modell und Fahrzeug-Hersteller müssen eine oder mehrere der nachfolgenden Voraus­setzungen erfüllt sein, damit die Start-Stopp-Anlage den Motor ausschaltet:

  • Taste für die Start-Stopp-Anlage wurde nicht gedrückt
  • Batteriespannung ausreichend
  • Aussentemperatur nicht zu tief oder zu hoch
  • Motor betriebswarm
  • Fahrer-Sicherheitsgurt wurde angelegt
  • Klima-Anlage ausgeschaltet
  • Lüftungsgebläse ausgeschaltet
  • Fahrzeug ist zuvor mit mindestens 10 km/h gefahren
  • Türen geschlossen

Wenn das Abschalten des Motors im Stand nicht gewünscht ist (etwa bei Kolonnenverkehr), kann dies durch Drücken einer Taste unterbunden werden.


Praxistipps

Manche Fahrzeuge stoppen den Motor nur dann automatisch, wenn das Lüftungsgebläse ausge­schaltet ist (z. B. Mercedes A-Klasse). Sobald der Motor jedoch steht, kann das Gebläse wieder ein­geschaltet werden, ohne dass der Motor anspringt (sofern der Fuss auf der Bremse bleibt und nicht eingekuppelt wird).

Ist die Starterbatterie defekt, darf sie nur gegen eine vom Hersteller frei gegebene getauscht werden. Denn der Batteriesensor muss die Daten der verwendeten Starterbatterie kennen, um deren La­dungszustand auch bei zunehmender Alterung richtig bestimmen zu können.

Bei Autos ohne Start-Stopp-Anlage kann der Motor auch mit dem Zündschlüssel abgestellt werden, wenn der Halt voraussichtlich länger als zehn Sekunden dauert. Dies ist aber nur empfehlenswert bei betriebswarmem Motor.

Das Triebwerk sollte gut gewartet sein und schnell starten. Wenn man jedes Mal länger „orgeln“ muss, sollte das Anspringverhalten überprüft werden. Im Stand dürfen – insbe­sondere bei älteren Autos – Verbraucher wie Sitz- und Heckscheibenheizung nicht länger ange­schaltet bleiben, weil sonst die Batterie entladen wird und der Motor später nicht mehr anspringt.

Quelle: ADAC

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