Scheibenwischertest
Scheibenwischerblätter: Finger weg von Billigprodukten
Ein bisschen Gummi und etwas Metall: An Wischerblättern ist eigentlich nicht viel dran. Dennoch kosten sie häufig viel Geld. Die Preisfrage: Gibt es gute Sicht nicht auch billiger? Der Allgemeine Automobilclub Deutschland (ADAC) ist dieser Frage nachgegangen und hat verschiedene Scheibenwischerblätter aller Preisklassen getestet. Bis auf eine Ausnahme kann festgestellt werden: Teurer heisst in diesem Fall auch tatsächlich besser und haltbarer.
Die Tester haben fünf gelenklose Scheibenwischer (so genannte Flachbalken- oder Aerowischer) und fünf konventionelle Bügelscheibenwischer auf Wischqualität und die Montage am Fahrzeug exemplarisch an einem Golf IV geprüft. Die Preisspanne der Flachbalkenwischer reichte von 26 bis 42 Euro und die der Bügelwischer von 4 bis 36 Euro.
Das Testergebnis: Flachbalkenwischer schneiden – bis auf eine Ausnahme – deutlich besser ab als die konventionellen Bügelwischer.
Testsieger mit dem ADAC-Urteil "sehr gut" wurde der Bosch - Aerotwin, der in allen Einzeldisziplinen vorne lag und sich deshalb deutlich von der Konkurrenz absetzen konnte. Als einziger Bügelwischer konnte sich der Bosch - Twin Spoiler in das Spitzenfeld der Flachbalkenwischer auf Platz drei durchkämpfen.
Enttäuschend ist das Abschneiden des 42 Euro teuren Champion – Aerovantage. Er zählt zu den teuersten Wischern im Test, blieb aber in seinen Eigenschaften hinter den restlichen Flachbalkenwischern zurück.
Nicht immer Streifenfrei: Das Wischergebnis auf dem Prüfstand
Das Hauptaugenmerk der ADAC-Tester richtete sich selbstverständlich auf die Wischqualität. Dazu wurden alle Testprodukte an einem Golf IV mit den dazugehörigen originalen Wischerarmen auf ihre Wischqualität bei Sommer (+20 Grad) und Winter (-8 Grad) untersucht und bewertet: Diese Wischqualität wurde im Neuzustand, nach längerer Laufzeit und nach der Simulation von starker Sonneneinstrahlung bewertet.
Bemerkenswert: Der Bosch - Aerotwin hat bei allen Prüfungen – sowohl bei Plus-, als auch bei Minusgraden – klar dominiert. Genau so eindeutig war das Schlusslicht des Testfeldes: der Wischer Universal von Unitec: Dieser Wischer zeigte bereits im Neuzustand besonders bei minus 8° Celsius große Schwächen und wurde deshalb in der Kälte-Teilnote auf 4,5 abgewertet.
Ebenfalls grosse Probleme mit den Kälteprüfungen offenbarte der Valeo - Compact. Er konnte hier ein gerade noch ausreichendes Ergebnis erzielen.
Überrascht hat die Tester zudem die große Streuung bei der Wischqualität neuer Wischerblätter des gleichen Typs. Laut Hersteller sollen aber alle Wischer die gleiche Qualität nach ihrer Produktion aufweisen. Eine mögliche Ursache für die Qualitätsschwankungen könnte deshalb die teilweise längere Lagerzeit sein, weshalb der ADAC eine Angabe des Herstellungsdatums auf den Wischern und Verpackungen fordert.
Grosse Preisunterschiede
Einen Geheimtipp zum günstigen Wischerkauf gibt es leider nicht, aber eine Stichprobe des ADAC für verschiedene Automodelle offenbarte deutliche Preisunterschiede. Fahrer eines französischen Modells dürfen für neue Wischerblätter häufig tiefer in die Tasche greifen als die Besitzer eines deutschen Autos. So kosten Beispielsweise originale Wischer beim Vertragshändler für einen Peugeot 407 rund 77 Euro, für einen Citroën C4 Picasso etwa 73 Euro im Vergleich zu den Passat-Wischern zu 37 Euro.
Wer im freien Teilehandel für diese Modelle den ADAC-Testsieger Aerotwin von Bosch kauft, kann häufig Geld sparen. So kosten diese Blätter etwa 52 Euro für den Peugeot, ungefähr 34 Euro für den Passat aber rund 75 Euro für den Citroën. Alle Preise wurden für einen Satz Frontscheibenwischer ermittelt. Deshalb ist vor dem Wischerkauf ein Preisvergleich ratsam.
Wer von seinem Autohändler noch einen veralteten Bügelwischer als originales Ersatzteil angeboten bekommt, sollte – soweit verfügbar – zum geringfügig teuren Flachbalkenwischer greifen: Grundsätzlich bieten diese über einen längeren Zeitraum bessere Wischleistung.
Nicht immer einfach: Die Montage am Fahrzeug
Grundsätzlich lassen sich moderne Flachbalkenwischer am Wischerarm viel einfacher montieren, als althergebrachte Bügelwischer. Eine Ausnahme: Der UB 4 von Cartrend muss als Universalwischer für alle Wischerarmtypen erst mit Adaptern zusammengebaut werden.
Negativ aufgefallen sind die Montageanleitungen vom Bosch - Twin Spoiler und dem SWF – Duotec: Hier sind keine Hinweis zu finden, in welche Richtung die Beifahrerwischer-Wölbung zeigen sollte. Auch Montageanleitungen von Valeo (Compact) und von Unitec (Universal) sind nicht tadellos: Es bleibt hier unklar, wie die ungleichen Wischer der richtigen Seite zugeordnet werden.
Besonders lobenswert sind hingegen die Montage- und Gefahrenhinweise bei SWF (Visioflex) und beim Valeo (Silencio X-trm) vor zurück schnellenden Wischerarmen, die die Windschutzscheibe schwer beschädigen können.
Video Scheibenwischertest
Tipps
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Quelle: ADAC Online
Preise in der Schweiz
Leider haben weder der TCS noch die grossen Konsumentenorganisationen bisher die Preise für Scheibenwischerblätter verglichen. Ein Preisvergleich lohnt sich jedoch auf jeden Fall.
Die meisten der vom ADAC getesteten Wischerblätter sind auch in der Schweiz erhältlich (Zubehörhandel, grosse Einkaufszentren oder Baumärkte).















Kommentare
Wir sind überzeugt von den Bosch Aerotwin Scheibenwischer .
Für die Zuordnung zum richtigen Fahrzeug haben wir mit grossem Aufwand eine Datenbank erstellt und dazu einen Onlineshop programmiert. Hier finden Sie den passenden Scheibenwischer für Ihr Auto.
http://www.scheiben-wischer.ch
Beste Grüsse
Scheibenwischer Online Shop
In Deutschland kostet der gleiche Wischer €20.- (inkl. 19% MWST)!
Also rund CHF25.-!
In der Hochpreisinsel Schweiz wird man wie einmal mehr abgezockt!
Z.B. bei
http://www.mt-tuning.com/Scheibenwischer/Bosch-AR-450-S-Scheibenwischer-Aerotwin-DAEWO-FORD-AR450S.html