Mobile Navigationsgeräte

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Falsch montiert ist teuer

Klein, hilfreich und günstig: Navis boomen. Aber verdecken sie die halbe Frontscheibe, kann es teuer werden: Bis 500 Franken Busse werden fällig.
Mobiles Navi
Falsch! Sicht eingeschränkt. Das kann bis zu 500 Franken Busse kosten. (Bild: Blick Online)

Mit einem mobilen Navisystem im Auto gibt die Maschine den Weg vor. Der Fahrer kann sich in der fremden Stadt voll auf den Verkehr konzentrieren. Gut so. Dennoch kann es passieren, dass man plötzlich von der Polizei gestoppt und mit bis zu 500 Franken gebüsst wird.

Wofür? Für das per Saugnapf an der Frontscheibe sitzende Navisystem und den Verstoss gegen Artikel 71 Absatz 5 der Verordnung über technische Anforderungen an Strassenfahrzeuge. Dort steht, dass der Fahrer alles ausserhalb eines Halbkreises, der zwölf Meter vor dem Auto beginnt, frei überblicken können muss ( Grafik). Wer in dieses Sichtfeld einen blinden Fleck einbaut, wird gebüsst. Ausnahmen sind die gesetzlich vorgeschriebenen Vignette, LSVA-Gerät oder Innenspiegel.

Mobiles Navi
Richtig! Sicht frei, Kabel stört und irritiert nicht. Sicher und erlaubt. (Bild: Blick Online)

Gebüsst wird aber selten. «Meist nur wenn bei Routinekontrollen auffällt, dass ein Gerät sichtbehindernd montiert ist», erklärt Brigitte Vogt. Die Sprecherin der Stadtpolizei Zürich empfiehlt, das Gerät am Scheibenrand – je tiefer, desto sicherer – anzubringen. So bleibt man straffrei.


Weitere Nachteile mobiler Navigationsgeräte

Mobile Navigationsgeräte werden per Saugnapf-Halterung an der Windschutzscheibe oder aber mit Klemmen am Armaturenbrett befestigt. Dies kann bei einem Unfall problematisch sein, wenn Einzelteile mit hoher Energie durch den Innenraum geschleudert werden.

Mobile Navis sind meist mit Akkus ausgestattet und werden aus der 12-Volt-Steckdose des Autos gespeist. Das kann zu einem Kabelwirrwarr führen, erst recht, wenn der TMC-Empfänger nicht integriert ist und über eine eigene Zuleitung verfügt. Weil ausser der Stromversorgung jeglicher Kontakt zur Fahrzeugelektronik fehlt, regelt beispielsweise das Radio bei Navigationsansagen die Lautstärke nicht herunter, so dass Abbiege-Hinweise überhört werden können. Ausserdem fehlen die zusätzlichen Informationen vom Tachosensor, so dass bei schlechtem GPS-Empfang (etwa in Tunneln oder sehr engen Häuserschluchten) die Zielführung aussetzen oder ungenau werden kann.

Quelle: Blick Online/ADAC

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