Christbaum-Transport
Kein Dachtransport ohne Spanngurt
Schlampig oder notdürftig befestigte Christbäume auf dem Autodach können zu lebensgefährlichen Geschossen werden.
Wer ein grosses Auto hat oder einen kleinen Baum kauft, wird diesen am ehesten im Wageninneren befördern. Dabei ist neben dem Schutz des Autos vor Nadeln, Dreck und insbesondere möglicherweise auslaufendem Harz auch im Innern auf eine richtige Befestigung zu achten.
Ausserdem darf der Baum die Sicht nach vorne, links und rechts nicht beeinträchtigen. Nach hinten ist dies zulässig, sofern das Auto zwei Aussenspiegel hat.
Nur ein festgezurrter Baum wird bei einer Vollbremsung oder bei einem Unfall nicht zur Gefahr für andere Verkehrsteilnehmer!
Crashtests haben gezeigt, dass ein Christbaum, der nur mit einem Gummiriemen auf dem Dach befestigt ist, mit über 50 km/h über die Motorhaube hinweg fliegt und so zum gefährlichen Geschoss wird!Lässt sich die Hecklappe nicht mehr vollständig schliessen, muss sie mit Spanngurten fixiert werden, etwa am Abschlepphaken. Dabei ist jedoch Vorsicht geboten: Viele Heckklappen haben keine Vorrichtung dafür, und der Heckscheibenwischer ist nicht als Befestigungspunkt ausgelegt. Bei offener Klappe dringen Abgase in den Innenraum ein; es ist deshalb für gute Durchlüftung zu sorgen.
Gummi-Riemen oder Expander können bei hohen Belastungen reissen
Beim Transport auf dem Dach muss die Tannenspitze in Richtung Heck liegen (→ Tipps und Video Motorshow TCS). Das abgesägte Ende des Stammes soll nach vorne zeigen. So kann der Fahrtwind die Äste nicht abreissen. Ragt der Baum über einen Meter über das Heck hinaus, muss er am Ende mit einem roten Tuch gekennzeichnet sein, bei Dunkelheit ist eine rote Leuchte zu verwenden.
Der Baum darf aber nur maximal 1,5 m über das Fahrzeugheck hinausragen, und die Beleuchtung darf nicht verdeckt werden.
Beim Verzurren mit dem Gepäckträger dürfen die Spanngurte nicht um die Äste geschlungen werden. Vielmehr ist der Stamm zu sichern, wobei auch hier Spanngurte verwendet werden müssen. Bei grossen Bäumen sind zudem die zulässige Dachlast und die Belastungsgrenze des Trägersystems zu beachten.
Crashtest ADACDer ADAC hat erstmals Crashtests mit auf dem Dach befestigten Tannenbäumen durchgeführt. Beim ersten Test wurde der Baum mit üblichen Spanngurten gesichert, im zweiten Fall hielten nur Gummi-Expander die Tanne fest. Das Ergebnis: Der mit Expandern befestigte Baum flog beim Crash mit 50 km/h über die Motorhaube nach vorne. Bei einem Unfall wäre dieser Baum mit 32 kg Gewicht zum lebensgefährlichen Geschoss geworden. Der mit Spanngurten befestigte Christbaum hielt dagegen den Belastungen stand. Er blieb auf dem Dach und bewegte sich nur wenige Zentimeter, zerrte dabei aber mit einer Gewichtskraft von 750 kg am Dachträger. Sowohl bei extremen Fahrmanövern als auch im schlimmsten Fall – bei einem Zusammenstoss – wäre die Ladung sicher gewesen. In beiden Versuchen wurde der Baum mit der Spitze nach hinten auf dem Dachträger befestigt. Einmal wurde er mit einer Schlinge im Spanngurt vorne um den Stamm gesichert. Ein weiterer Gurt wurde hinten um die Spitze geführt, damit der Baum seitlich nicht verrutschen kann. Das Verwenden von Spanngurten auf dem Dach ist unerlässlich. Diese müssen aber auch gut verzurrt werden. Quelle: ADAC → zurück |
Tipps für einen sicheren Christbaumtransport
→ zurück |














