Jugendfahrkurs 2011

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Verantwortung im Strassenverkehr tragen lernen

Zwischen dem 17. und 22. Juli führten die drei Zentralschweizer TCS-Sektionen Zug, Uri und Schwyz zum 16. Male in Scruengo/Quinto den Jugendkurs „mobil und sicher“ für angehende Fahrzeugführerinnen und Fahrzeugführer durch. Das anstrengende Ausbildungsprogramm wurde mit einem Ausflug nach Bellinzona aufgelockert. Die Jugendlichen zeigten sich vom angebotenen Programm begeistert.
Erste Fahrversuche auf abgeschlossenem Gelände.
Erste Fahrversuche auf abgeschlossenem Gelände.

Kursleiter Konrad Schuler aus Unteriberg, seines Zeichens Präsident der Sektion Schwyz, skizziert die Zielsetzung mit folgenden Worten: “Wir wollen die Jugendlichen zu zuverlässigen und verantwortungsbewussten Fahrzeuglenkerinnen und Fahrzeuglenkern ausbilden.

Den Jugendkursen wird ein vielfältiges und breitgefächertes Ausbildungsprogramm rund um das Auto und das Führen eines Motorfahrzeuges angeboten.

Den Jugendlichen soll insbesondere aufgezeigt werden, dass das Auto fahren nicht nur aus der richtigen Fahrzeugbedienung besteht. Sinn des TCS-Jugendkurses ist es in erster Linie, angehende junge Fahrzeuglenkerinnen und Fahrzeuglenker auf die Gefahren des Strassenverkehrs hin zu sensibilisieren und damit einen Beitrag zur Verkehrssicherheit zu leisten.“


Von ersten Fahrversuchen begeistert

Auch Nothilfe stand auf dem Programm.
Auch Nothilfe stand auf dem Programm.

Die 36 Jugendlichen konnten auf der ehemaligen Flugpiste von Ambri-Piotta die ersten Fahrversuche machen. Unter fachkundiger Anleitung durch Fahrlehrer konnten sie erstmals ein paar Tücken des Führens eines Motorfahrzeuges erfahren. Sie lernten unter anderem die richtige Sitzposition im Auto, das korrekte Anhalten und Anfahren, das Rückwärtsfahren, das Schalten vom ersten in den zweiten Gang, das Stern fahren, das Slalom fahren, das Kreis fahren und das Sichern des Fahrzeuges kennen. Wartung des Autos, aktive und passive Sicherheit, Pannenkunde sowie Autotechnik waren weitere Elemente des praktischen Teils.

Beeindruckt zeigten sich die Jugendlichen insbesondere auch von den Bremsdemonstrationen. Sie konnten in einem Fahrschulauto miterleben, wie es tut, wenn ein Auto mit einer Geschwindigkeit zwischen 50 und 60 Stundenkilometern ins Schleudern gerät und sich mehrmals dreht.

Die verschiedenen Uebungen durften die Jugendlichen auf modernen Autos absolvieren. Die Chevrolet Suisse AG aus Glattbrugg stellte acht Kleinwagen gratis zur Verfügung. Die Jugendlichen waren von den trendigen, sportlichen, für die Jugendlichen geradezu prädestinierten acht Sparks echt begeistert.


Fast alle bestanden Theorieprüfung

In den vielseitigen Theorielektionen wurden vor allem die Vortrittsregelungen und die Signalkenntnisse erweitert und vertieft. Die Jugendlichen konnten sich mit Theoriebögen und computergestütztem Lernen fit machen für die Theorieprüfung, die am Freitagnachmittag in Camorino abgelegt wurde. Diese Prüfung wurde äusserst erfolgreich hinter sich gebracht. 31 der 33 Prüflinge bestanden sie, zwei davon mit null Fehlerpunkten. Die zwei erfolgreichsten Teilnehmenden waren Dominik Eichmann aus Therwil/Baselland und Severin Landolt aus Schwyz.

Der theoretische Teil umfasste aber auch Themen wie Aggressivität im Strassenverkehr, Fit am Steuer, Auto und Umwelt, Fahrausbildung, Unfallstatistik, Unfallursachen, Funktion der Sinnesorgane, Verkehrssinn, Versicherungen, straf- und zivilrechtliche Fragen, Sicherheit durch Sichtbarkeit, Unfallprotokoll und Autokosten.

Integriert ins Kursprogramm war zudem der Nothilfekurs. Die Jugendlichen konnten anlässlich der Schlussbesprechung den Ausweis in Empfang nehmen, der Voraussetzung für die Erlangung des Lernfahrausweises ist.

Polizeiwachtmeister Bernhard Reichmuth von der Kantonspolizei Schwyz wies am Freitagmorgen die Jugendlichen nochmals mit Bildern untermauert auf viele lauernde Gefahren im Strassenverkehr hin.


Schlechtes Wetter verhinderte Rafting

Das anforderungsreiche, strenge und vollgestopfte Ausbildungsprogramm wurde von sportlichen und geselligen Anlässen etwas aufgelockert. Da der Ticino am Mittwoch wegen den starken Niederschlägen in den Tagen zuvor Hochwasser führte, musste erstmals auf das Fun-Rafting verzichtet werden. Kurzerhand wurde am Mittwochnachmittag Bellinzona ein Besuch abgestattet. Den Abend genossen die Jugendlichen und das Leiterteam dann bei einer Grillparty im Feriendorf Scruengo.

Während der Woche fanden die Mädchen und Burschen immer wieder einen Moment Zeit, um sich beim Fuss-, Volleyball-, Tischtennis- oder Federballspiel fit zu halten und zu ertüchtigen. Wegen des zeitweise schlechten Wetters und der kühlen Temperaturen kamen die sportlichen Betätigungen insgesamt aber etwas zu kurz.


Einsatz mit Preisen belohnt

Am Donnerstag hatten die Jugendlichen ihr Können in der Nothilfe unter Beweis zu stellen. Geprüft wurden sie in Theorie und Praxis.

Am Freitag stand neben der Theorieprüfung auch eine praktische Fahrprüfung auf dem Programm. Die Uebungen hatten Namen wie Brille, Slalom, Garage vorwärts, Garage rückwärts, Garage versetzt, 4-er-Stern, Gassen-Ecke, Brett links, Brett rechts, Wenden oder Parkieren.

Aufgrund des gezeigten Könnens beim Nothilfetest und der praktischen Fahrprüfung wurde eine Rangliste nach Punkten erstellt. Sämtliche Jugendlichen durften sich am Kursschluss einen schönen Preis beispielsweise in Form von Rucksäcken, Anhängetaschen, Trinkflaschen, Messern, Portemonnaies, Landkarten und dergleichen mehr aussuchen.

Gestiftet wurden diese Preise von der Messerfabrik Victorinox in Ibach, der TCS-Basler-Versicherung, der Verkehrspolizei des Kantons Schwyz sowie des TCS Sektion Schwyz. Den Hauptpreis, ein Gutschein für einen Ausbildungstag anlässlich der obligatorischen Weiterausbildung im Verkehrsausbildungszentrum Erstfeld holte sich Pascal Staub aus Brunnen mit 132 Punkten. Nadine Toggenburger aus Hünenberg mit 131 Punkten und Daniel Föhn aus Oberwil mit 130 Punkten holten die Ränge zwei und drei.


Nur zufriedene Gesichter

Die Jugendlichen waren am Schluss der Kurswoche mit dem Erlebten, Gelernten und Gebotenen rundherum zufrieden. Das Leiterteam mit Konrad Schuler aus Unteriberg (Kursleiter), Toni Hamburger aus Sempach (Kursleiter-Stellvertreter), Sven Meier aus Neuheim (Fahrlehrer und Nothilfe-Instruktor), Brigitte Imbach aus Baar (Fahrlehrerin und Nothilfe-Instruktorin), Roger Stoll aus Hünenberg (Fahrlehrer), Hermann Villiger aus Steinhausen (Fahrlehrer) und Roland von Moos aus Flüeli-Ranft (Fahrlehrer) konnte ebenso ein äusserst positives Fazit ziehen.

Bildergalerie


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