Motorrad-Trainingskurs 2011
Geschrieben von: Administrator Freitag, 01. Juli 2011
Videoaufzeichnungen bei Teilnehmenden sehr beliebt
Die vier Zentralschweizer TCS-Sektionen Waldstätte, Zug, Uri und Schwyz führten an drei Wochenenden in der Leventina zum zwölften Male Motorrad-Trainings-Kurse durch. Schwerpunkte bildeten die Fahrzeugbeherrschung, das optimale Bremsen und das richtige Befahren von Kurven. Das Echo der insgesamt 66 Teilnehmenden fiel äusserst positiv aus.
Die zwei- bis zweieinhalbtägigen Kurse standen wie immer unter der administrativen und organisatorischen Leitung von Konrad Schuler aus Unteriberg, Präsident der 25'000 Mitglieder zählenden TCS-Sektion Schwyz. Für den fachlichen Bereich waren die Fahrlehrer René Bucheli aus Sisikon, Remo Läderach aus Goldau, Erwin Lussi aus Beckenried, Ernst Bühler aus Willisau, Roli von Moos aus Flüeli-Ranft, Hugo Imhof aus Muotathal und Beat Walker aus Wassen zuständig.
Die Motorrad-Trainings-Kurse fanden vom 13. bis 15. Mai, vom 20. bis 22. Mai und vom 1. bis 3. Juni statt und richteten sich an die Motorradfahrerinnen und -fahrer der Kategorien A und A 1. Die Trainings eigneten sich optimal als Weiterbildung sowie als Einstieg in die neue Töffsaison.
Gefahren rechtzeitig erkennen und vermeiden und damit Unfälle verhindern ist das oberste Ziel des Motorrad-Sicherheitstrainings. Die Teilnehmenden lernten verschiedene Situationen möglichst gefahrlos zu meistern. Schwerpunkte des abwechslungsreichen Programmes auf dem idealen Uebungsgelände des Flugplatzes von Ambri-Piotta sowie auf den öffentlichen Strassen ennet dem Gotthard bildeten eine solide Fahrzeugbeherrschung sowie das optimale Bremsen und das richtige Befahren von Kurven.
Neben der theoretischen und praktischen Arbeit sollte auch der kameradschaftliche und gesellige Aspekt nicht zu kurz kommen.
Nachfrage weiterhin hoch
Auf Initiative von Konrad Schuler wurde dieses Angebot vor zwölf Jahren ausgeschrieben. Das Echo war mit 14 Teilnehmenden im ersten Jahr ermutigend. Schon bei der zweiten Austragung nahmen 25 Motorradfahrerinnen und -fahrer teil. Im Jahre 2005 wurde die Rekordteilnehmerzahl von 77 erreicht. Aufgrund des grossen Echos wurde der Kurs im Jahre 2006 dreimal ausgeschrieben.
Im Jahre 2010 entschieden sich die Verantwortlichen für die Ausschreibung eines Kurses 1 und eines Kurses 2. Voraussetzung für den Besuch des Kurses 2 ist mindestens die einmalige Absolvierung des Kurses 1 oder eines ähnlichen Kursangebotes. Damit die Teilnehmenden noch mehr profitieren, werden die Teilnehmerzahlen bewusst tiefer gehalten. In einer Gruppe werden im Normalfalle nur noch fünf bis sechs Teilnehmende unterrichtet.
Dass das Motorrad fahren in verschiedenen Altersgruppen geschätzt wird, bewiesen die Teilnehmenden an diesen Trainings-Kursen. Auch mehrere Frauen waren unter den Teilnehmenden auszumachen.
Je 15 Teilnehmende kamen aus den Sektionen Waldstätte und Zug, 14 Teilnehmende aus der Sektion Schwyz, drei aus der Sektion Aargau, je zwei aus den Sektionen Solothurn und Zürich und eine Person aus der Sektion Uri. 13 Teilnehmende besuchten die TCS-Motorrad-Trainings-Kurse, ohne selbst Mitglied des grössten Schweizer Verbandes zu sein. Viele der Teilnehmenden waren schon zum zweiten, dritten oder vierten Male dabei.
Idealer Kursort in Alpenkulisse
Etwa drei Viertel der Kursteilnehmenden und die Kursleiter fanden sich schon jewils am Vorabend im „Villaggio di vacanca“ in Scruengo oberhalb von Ambri-Piotta ein. Das der TCS-Sektion Tessin gehörende Feriendorf ist ideal gelegen und bietet für Kurse dieser Art eine moderne und funktionelle Infrastruktur. Von der ausgezeichneten Küche konnten sich die Kursteilnehmenden ebenso wie die Kursleitung ein weiteres Mal überzeugen. Wer schon mal im „Villaggio die vacanza“ war, der geht gerne wieder mal hin. Das Angebot der Sektion Tessin ist wahrlich überzeugend.
Prävention hoch geschrieben
Die übrigen Kursteilnehmer trafen am Morgen des ersten Kurstages beim Bahnhof Airolo ein. Sie wurden kurzerhand ins Feriendorf Scruengo geführt.
Konrad Schuler hiess im Feriendorf Scruengo im Namen der vier TCS-Sektionen die Fahrlehrer und Kursteilnehmenden willkommen und dankte ihnen für den Besuch dieses Motorrad-Trainings-Kurses. „Es ist keineswegs selbstverständlich, dass bei Fahrzeugführerinnen und Fahrzeugführern die Einsicht da ist, nach ein paar Jahren wieder einmal freiwillig an zwei Tagen eine Weiterbildungsveranstaltung zu besuchen“, zollte er den Anwesenden ein Lob und Anerkennung. Er selber habe stets grossen Spass und Freude beim Organisieren solcher Kurse, die der Prävention dienten.
Den Fahrlehrern gelang es in natürlicher und überzeugender Art, die Teilnehmenden für die einzelnen Lernschritte zu motivieren und in ihnen das uneingeschränkte Interesse zu wecken.
Neuerungen schlugen ein
Warm up, Gehen mit Motor, Spurgasse, Slalom fahren, Achter fahren, Gegenlenken, Bremsen auf Asphalt auch mit hohen Geschwindigkeiten, Bremsen auf Kies, Ausweichen, Bremsen in Kurven, Kurven fahren, Drücken, Legen und vieles mehr wurden intensiv und variantenreich instruiert und geübt. Eine Gruppe wechselte jeweils auf die öffentliche Strasse, wo die richtige Kurventechnik geübt werden konnte. Videoaufnahmen, die ausgewertet wurden, machten die sonst schon spannende Angelegenheit noch etwas interessanter und brisanter.
Im Kurs 2 bot Raffael Panzeri als Inhaber des Moto Center Schwyz in Seewen in grosszügiger Art Motorräder zum Testen an. Sechs Motorräder der Marke BMW vom Einzylinder bis Sechszylinder konnten ausgewählt und ausprobiert werden. Das Moto Center Schwyz ist mit seinen insgesamt 20 Mitarbeitenden spezialisiert auf die drei Motorradmarken BMW, KTM und Honda.
Am zweiten Tag machten die Teilnehmenden über den San Bernardino einen Abstecher ins Fahrsicherheitszentrum Driving Graubünden in Cazis. Sowohl die Erfahrungen auf der einzigen Schleuderplatte für Motorräder in der Schweiz als auch die Versuche auf dem Trial-Parcours boten Erlebnisse der besonderen Art. Die Teilnehmenden waren von diesem Angebot rundherum begeistert.
Kaffee und Mineralwasser sowie Gipfeli lockerten in den Pausen auf. Die ausgezeichnete Küche und die vorbildliche Kameradschaft trugen ebenfalls zum tollen Gelingen und zur phantastischen Stimmung bei.













