Veteranenausflug 2010
Geschrieben von: Administrator Sonntag, 07. November 2010
Zu Besuch im Brief- und Paketzentrum Härkingen
Böse Zungen behaupten, dass bei der Post Beamte schneller befördert werden als die Pakete. − Dass dies nur ein übles Gerücht ist, davon konnten sich die Veteranen des TCS Sektion Schwyz am heurigen Veteranenausflug ins Brief- und Paketzentrum der Post selbst überzeugen.
Der traditionelle Veteranenausflug ist fester Bestandteil des Jahresprogramms des TCS Sektion Schwyz. Heuer führte die Reise ins Brief- und Paketzentrum der Post nach Härkingen.
190 längjährige TCS-Mitglieder folgten der Einladung des Vorstandes und nahmen an der diesjährigen Veteranenfahrt nach Härkingen teil. Eine Gruppe besuchte das Paketzentrum mit seinem riesigen Umschlagterminal, während eine zweite Gruppe das erst seit 2009 in Betrieb stehende Briefzentrum besichtigte.
Petrus war unseren Veteranen auch dieses Jahr wieder wohlgesonnen, herrschte doch den ganzen Tag über schönes Herbstwetter.
5'900'000 Briefsendungen täglich
Im Jahr 2008 nahm die Post das neue Briefzentrum in Härkingen in Betrieb. Auf einer Gesamtfläche von 105'000 Quadratmetern inklusive Bahnanlage - das entspricht rund 13.5 Fussballfeldern - werden jeden Tag knapp sechs Millionen Briefsendungen bearbeitet. Über 700 Mitarbeiter sorgen jeden Tag in drei Schichten dafür, dass unsere Briefe korrekt und pünktlich zugestellt werden.
Die eine Gruppe unserer Veteranen durfte diesen imposanten Produktionsbetrieb der Post besichtigen (→ Bilder). Nach einem feinen Mittagessen in der Kantine des Briefzentrums und einer kurzen Einführung durch die Leiterin des Besucherzentrums der Post konnten sie auf einem geführten Rundgang das Labyrinth von Förder- und Sortieranlagen bestaunen. Auf über 12 Kilometern Fördertechnik bewegen sich die Briefsendungen rasend schnell und werden automatisch wie von Geisterhand gesteuert nach Postleitzahlengruppen sortiert. Doch am Ende kann auch die Technik nicht alles automatisch sortieren - wenigstens noch nicht!
Der letzte Sortiervorgang, bei welchem nach Ortschaften beziehungsweise Postleitzahlen sortiert wird, muss immer noch manuell erledigt werden. Dass die mit dieser Aufgabe betrauten Mitarbeiter im Durchschnitt etwa 1'700 Briefe, manche sogar über 2'500 Briefe pro Stunde zielsicher in die entsprechenden Fächer ablegen können, wurde mit Staunen und Bewunderung zur Kenntnis genommen.
90% automatisch
Die drei Paketzentren der Post bilden das Herzstück der Logistik in der Paketpost. In Härkingen befindet sich eines davon. Seit 1999 ist dieses Paketzentrum in Betrieb und verarbeitet seither knapp 300'000 Pakete täglich.
Die zweite Gruppe unserer Veteranen durfte nach dem Mittagessen in der Betriebskantine - beide Gruppen hatten übrigens das gleiche Menu - diesen ebenfalls imposanten Logistikbetrieb der Post besichtigen.
Alle paar Minuten donnert ein Lastwagen durch die Tore des Paketzentrums und fährt an eine der Ausladestellen. Dort hebt ein riesiger Kran in Windeseile und mit einer Leichtigkeit gelbe Container ab der Bahnschiene, als wären es leere Kartonschachteln. Ein wendiger Unterlader bringt die gelben Container dann an die Aus- und Einladestellen, wo sie von Hand auf das Rollband gelegt werden, das ins Innere des riesigen Gebäudes führt.
Ein Infrarotlesegerät erfasst dann zuerst den Strichcode der Pakete und die Postleitzahl. Von jetzt an weiss das elektronische Hirn des Paketzentrums genau, wo jedes einzelne Paket hin muss. Am Hauptsorter werden die Pakete nach Postleitzahlengebieten botengerecht sortiert. Am richtigen Ort angekommen, kippt die Schale des Rollbandes computergesteuert und das Paket rutscht hinunter. Über 90 Prozent aller Pakete werden so nach dem Entladen ohne menschliches Dazutun weitergeleitet.
Am Schluss ist jedoch wieder Handarbeit gefragt, denn das Bestücken der Lastwagen mit Fernziel, d.h. in andere Zentren oder auch direkt für die rund 300 angegliederte Paketbotenbezirke oder Poststellen geschieht wieder mit reiner Muskelkraft.
Herzlichen Dank!
Als die 190 Veteranen nach diesem ereignisreichen Tag um gegen 18 Uhr müde aber zufrieden wieder in die Busse stiegen, waren sich alle einig: Es war ein einmaliges und unvergessliches Erlebnis! Dank dafür gebührt allen, die diesen Tag möglich gemacht haben:
Markus Reichmuth mit seinen Helfern der Kontaktstelle des TCS Sektion Schwyz, welche den ganzen Anlass organisiert haben, den Gruppenführern und den verantwortlichen der Post, welche uns herzlich empfangen und danach sicher durch das Labyrinth des Brief- und Paketzentrums geführt haben, und - last but not least - allen Reiseleiterinnen und Reiseleitern und Busfahrern, die unsere Veteranen sicher und pünktlich nach Härkingen und wieder zurück gebracht haben.
Danken möchten wir aber auch allen Veteranen für ihre langjährige Treue zum TCS. «Treue ist tätiges Vertrauen», sagt der Poet Hans-Jürgen Sträter. Der jährliche Veteranenausflug ist unser Dankeschön für Ihr Vertrauen zum TCS.
Bildergalerie Veteranenausflug 2010
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