Jugendfahrkurs 2010

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Verantwortung im Strassenverkehr tragen lernen

37 Jugendliche erlebten eine lehrreiche Woche am TCS-Jugendkurs. Zwischen dem 18. und 23. Juli führten die drei Zentralschweizer TCS-Sektionen Zug, Uri und Schwyz zum 15. Mal in Scruengo/Quinto den Jugendkurs „mobil und sicher“ für angehende Fahrzeugführerinnen und Fahrzeugführer durch. Das anstrengende Ausbildungsprogramm wurde mit einem River-Rafting auf dem Ticino aufgelockert. Die Jugendlichen zeigten sich vom angebotenen Programm begeistert (→ Bildergalerie).
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Yannic Schwendener aus Oberägeri und Michelle Ettlin aus Arth konzentrierten sich beim Steuern des trendigen Chevrolet Spark auf ihre Aufgabe.

Kursleiter Konrad Schuler aus Unteriberg, Präsident der Sektion Schwyz, skizziert die Zielsetzung wie folgt:

«Wir wollen die Jugendlichen zu  verantwortungsvollen Fahrzeuglenkerinnen und Fahrzeuglenkern ausbilden. Es wird in den Jugendkursen ein vielfältiges und breitgefächertes Ausbildungsprogramm rund um das Auto und das Führen eines  Motorfahrzeuges angeboten. Den Jugendlichen soll insbesondere aufgezeigt werden, dass das Auto fahren nicht nur aus der richtigen Fahrzeugbedienung besteht. Sinn des TCS-Jugendkurses ist es in erster Linie, angehende junge Fahrzeuglenkerinnen und Fahrzeuglenker auf die Gefahren des Strassenverkehrs hin zu sensibilisieren und damit einen Beitrag zur Verkehrssicherheit zu leisten.»


Von ersten Fahrversuchen begeistert

Die 37 Jugendlichen konnten auf der ehemaligen Flugpiste  von Ambri-Piotta die ersten Fahrversuche machen. Unter fachkundiger Anleitung durch Fahrlehrer konnten sie erstmals ein paar Tücken des Führens eines Motorfahrzeuges erfahren.

Sie lernten unter anderem die richtige Sitzposition im Auto, das korrekte Anhalten und Anfahren, das Rückwärtsfahren, das Schalten vom ersten in den zweiten Gang, das Stern fahren, das Slalom fahren, das Kreis fahren und das Sichern des Fahrzeuges kennen.  Wartung des Autos, aktive und passive Sicherheit, Pannenkunde sowie Autotechnik waren weitere Elemente des praktischen Teils.

Beeindruckt zeigten sich die Jugendlichen insbesondere auch von den Bremsdemonstrationen. Sie konnten in einem Fahrschulauto miterleben, wie es tut, wenn ein Auto mit einer Geschwindigkeit zwischen 50 und 60 Stundenkilometern ins Schleudern gerät und sich mehrmals dreht.

Die verschiedenen  Uebungen durften die Jugendlichen auf modernen Autos absolvieren. Die Chevrolet Suisse AG aus Glattbrugg stellte neun Kleinwagen gratis zur Verfügung. Die Jugendlichen waren von den trendigen, sportlichen, für die Jugendlichen geradezu prädestinierten neun Sparks echt begeistert.


Fast alle bestanden Theorieprüfung

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Eifrig gelernt wurde für die Theorieprüfung am Freitagnachmittag, die dann auch 32 von 34 Teilnehmenden erfolgreich bestanden.

In den vielseitigen Theorielektionen wurden vor allem die Vortrittsregelungen und die Signalkenntnisse erweitert und vertieft. Die Jugendlichen  konnten sich mit Theoriebögen und computergestütztem Lernen fit machen für die Theorieprüfung, die am Freitagnachmittag in Camorino abgelegt wurde. Diese Prüfung wurde äusserst erfolgreich hinter sich gebracht. 32 der 34 Prüflinge bestanden sie, fünf davon mit null Fehlerpunkten.

Die fünf erfolgreichen Teilnehmenden waren Denise Egli aus Trachslau, Alex Schatt aus Unteriberg, Yves Feusi aus Altendorf, Michelle Vanessa Studer aus Morgarten und Anja Wüst aus Wangen. Der theoretische Teil umfasste aber auch Themen wie Aggressivität im Strassenverkehr, Fit am Steuer, Auto und Umwelt, Fahrausbildung, Unfallstatistik, Unfallursachen, Funktion der Sinnesorgane, Verkehrssinn, Versicherungen, straf- und zivilrechtliche Fragen, Sicherheit durch Sichtbarkeit, Unfallprotokoll und Autokosten.

Integriert ins Kursprogramm war zudem der Nothilfekurs. Die Jugendlichen konnten anlässlich der Schlussbesprechung den Ausweis in Empfang nehmen, der Voraussetzung für die Erlangung des Lernfahrausweises ist. Für die Jugendlichen, die den Nothilfeausweis schon in der Tasche hatten, wurde eigens ein Herzmassagekurs  angeboten. Zwölf Jugendliche kamen somit in den Genuss einer wertvollen Zusatzausbildung.

Polizeiwachtmeister Bernhard Reichmuth von der Kantonspolizei Schwyz wies am Freitagmorgen die Jugendlichen nochmals mit Bildern untermauert auf viele lauernde Gefahren im Strassenverkehr hin.


Sport und Plausch

Das anforderungsreiche, strenge und vollgestopfte Ausbildungsprogramm wurde von sportlichen und geselligen Anlässen etwas aufgelockert. So konnten sich die Jugendlichen und die Leiter am Mittwochnachmittag in die kühlen Fluten des Ticino stürzen. Das River-Rafting stand auf dem Programm und sorgte für Hochstimmung. Den Abend genossen die Jugendlichen und das Leiterteam dann bei einer Grillparty im Feriendorf Scruengo.

Während der Woche fanden die Mädchen und Burschen immer wieder einen Moment Zeit, um sich beim Fuss-, Volleyball-, Tischtennis- oder Federballspiel fit zu halten und zu ertüchtigen. Das Wetter zeigte sich fast die ganze Woche über von der guten Seite. Erst gegen das Ende zu öffneten sich die Schleusen zwischenzeitlich.


Einsatz mit Preisen belohnt

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Alessandro Hartmann aus Cham zeigt das richtige Beatmen, beobachtet von Quirin Schnüriger aus Einsiedeln (links) und Nothilfeinstruktorin Brigitte Imbach-Keiser aus Baar.

Am Donnerstag hatten die Jugendlichen ihr Können in der Nothilfe unter Beweis zu stellen. Geprüft wurden sie in Theorie und Praxis.

Am Freitag stand neben der Theorieprüfung auch eine praktische Fahrprüfung auf dem Programm. Die Übungen hatten Namen wie Brille, Slalom, Garage vorwärts, Garage rückwärts, Garage versetzt, 6-er-Stern, Gassen-Ecke, Brett links, Brett rechts, 3-Punkte-Wenden oder Parkieren.

Aufgrund des gezeigten Könnens beim Nothilfetest und der praktischen Fahrprüfung wurde eine Rangliste nach Punkten erstellt. Sämtliche Jugendlichen durften sich am Kursschluss einen schönen Preis beispielsweise in Form von Rucksäcken,   Wasserbällen, Anhängetaschen, Sporttaschen und dergleichen mehr aussuchen. Gestiftet wurden diese Preise von der Messerfabrik Victorinox in Ibach, der TCS-Basler-Versicherung sowie den drei involvierten TCS-Sektionen.

Den Hauptpreis, ein Gutschein für einen Ausbildungstag anlässlich der obligatorischen Weiterausbildung im Verkehrsausbildungszentrum Altdorf holte sich Anja Wüst aus Wangen mit 22 Punkten. Martina Portmann aus Wilen bei Wollerau totalisierte auf Rang zwei nur einen Zähler mehr. Denise Egli aus Trachslau holte sich Rang drei mit 27 Punkten.


Fast nur Lob von Jugendlichen

Die Jugendlichen wurden am Kursende gebeten, ihre Eindrücke schriftlich festzuhalten. Sie zeigten sich positiv beeindruckt vom Kursgeschehen. Es gab fast nur Lob zu lesen. Ein paar Aussagen seien angefügt.

„Gut organisiert und koordiniert.“ – „Sehr gute Organisation und gute Tagesstruktur.“ – „Leiterteam: immer gute Laune und immer lustig, auch immer hilfsbereit.“ – „Leiterteam: Hat zusammengehalten, war gut, gute Einstellung.“ – „War eine geniale Woche, von der ich viel nach Hause mitnehme für den Weg in den Strassenverkehr.“

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