Jugendfahrkurs 2009
Geschrieben von: Christoph Jud Donnerstag, 30. Juli 2009
Motivierte junge Autolenker im Fahrkurs
34 Jugendliche aus den TCS-Sektionen der Zentralschweiz besuchten den sechstägigen Jugendfahrkurs "Mobil und Sicher" im Tessiner TCS-Feriendorf Scruengo in der Leventina. Sowohl der Lerneifer als auch die Stimmung und die Kameradschaft waren hervorragend.
Jugendliche
zu zuverlässigen und verantwortungsbewussten Fahrzeuglenkenden auszubilden, ist das Ziel des Jugendfahrkurses, den die TCS-Sektion Schwyz in Kooperation mit den Sektionen Zug und Uri seit 14 Jahren durchführt. Die Kursleitung obliegt seit Einführung des Kurses im Jahre 1996 bei Konrad Schuler, Unteriberg, Präsident der TCS-Sektion Schwyz. Ihm zur Seite stehen sein Stellvertreter Toni Hamburger, Sempach-Stadt, zuständig für die Administration sowie das Fahrlehrerteam mit Hermann Villiger, Steinhausen, Erika Schuler, Baar, Roger Stoll, Hünenberg und Sven Meier, Neuheim.
Am Freitag erteilte zudem Verkehrsinstruktor Andreas Heinzer von der Kantonspolizei Schwyz eine Unterrichtsstunde.
Das TCS-Feriendorf in Scruengo weist sich seit jeher als idealer Standort für die Beherbergung, die Erteilung der Theorielektionen und für die sportlichen Freizeitaktivitäten aus. Für die praktischen Fahrübungen, wegen denen die Jungen im Alter ab 16 Jahren hauptsächlich am Kurs teilnehmen, wird die TCS-eigene Fahrpiste am Rande einer stillgelegten Nebenpiste auf dem Flugfeld Ambri benützt. Als Übungsfahrzeuge standen dieses Jahr Personenwagen der Marken Peugeot und Chevrolet zur Verfügung. Diese Neuwagen wurden von den zwei Schweizer Generalvertretungen kostenlos zur Verfügung gestellt.

Kupplungsspiel rasch im Griff
Der Jugendfahrkurs «Mobil und sicher», forderte von den jungen Leuten sehr viel. Trotz des Aufenthalts im Ferienlager war der Kurs ganz und gar kein Ferienplausch. Die meisten von den Teilnehmenden lenkten erstmals ein Fahrzeug selber. Auf einem abgesperrten Platz auf dem Flugfeld Ambri durften sie jeden Tag einen Parcours mit ansprechend hohen Anforderungen befahren.
Die Meisten hatten nach verständlichen Anfangsproblemen mit der Bedienung der Kupplung – zum Vergleich standen auch Autos mit Getriebeautomat zur Verfügung – das Lenken der Wagen schnell im Griff. Zur Steigerung durfte dann bald schon in den zweiten Gang geschaltet und geradeaus und um Kurven gefahren und nicht mehr nur im Standgas manövriert werden.
Mehr Zeit zum Theoriebüffeln
In den vielseitigen Theorielektionen wurden vor allem die Vortrittsregelungen und die Signalkenntnisse erweitert und vertieft. Der theoretische Teil umfasste aber auch Themen wie Aggressivität im Strassenverkehr, Fit am Steuer, Auto und Umwelt, Fahrausbildung, Unfallstatistik, Unfallursachen, Funktion der Sinnesorgane, Verkehrssinn, Versicherungen, straf- und zivilrechtliche Fragen, Sicherheit durch Sichtbarkeit, Unfallprotokoll und Autokosten. Wie Kursleiter Konrad Schuler erklärte, wurde dieses Jahr erstmals mehr Zeit für di
e Vorbereitung auf die amtlich anerkannte Theorieprüfung zur Verfügung gestellt, welche die Teilnehmenden am Freitagnachmittag ablegen durften. Integriert ins Kursprogramm war zudem der Nothilfekurs. Die Jugendlichen konnten anlässlich der Schlussbesprechung den Ausweis in Empfang nehmen, der Voraussetzung für die Erlangung des Lernfahrausweises ist.
Auch für die Erholung und die sportliche Ertüchtigung wird seit jeher im Jugendfahrkurs Zeit eingerechnet. Am Mittwochnachmittag wurde so das Sportprogramm für alle abgehalten. Beim Fun-Rafting auf dem Ticino bei herrlichem Wetter und idealem Wasserstand herrschte denn auch erwartungsgemäss Hochstimmung.












