Raserinitiative
Sonntag, 23. Mai 2010
Der TCS im Kampf gegen die Raser
Der Antiraser-Initiative von Road Cross sind die Sympathien gewiss. Der TCS, der sich punkto Verkehrssicherheit schon längst engagiert, favorisiert ein anderes Vorgehen.
Im Prinzip sind sich alle vernünftigen Akteure punkto Verkehrssicherheit einig: Den Rasern muss Einhalt geboten werden. Die Initiative von Road Cross wählt den Weg über die Verfassung, damit Raser keine Chance mehr haben.
Anders der TCS: Er hat zwar Verständnis für die Anliegen der Initianten, findet aber, dass die Raserproblematik nicht auf Verfassungsstufe, sondern auf gesetzlichem Weg zu lösen ist.
Nach Ansicht des TCS ist es nämlich fraglich, ob das anvisierte Ziel «Schutz vor Rasern» mit Hilfe einer Volksinitiative erreicht werden kann.
Es geht schneller
Das geltende Strafrecht lässt bereits jetzt eine harte Betsrafung von Fehlbaren zu (→ vgl. neues wegweisendes Bundesgerichtsurteil). Ausserdem wird im Rahmen von Via Sicura vom Bundesamt für Strassen ein Vorschlag zur Bestrafung von Rasern ausgearbeitet.
So gesehen rennt die Raserinitiative offene Türen ein. Via Parlament kann den Rasern das Handwerk sogar schneller gelegt werden als über die zeitintensive Initiative. Aber mit der Lancierung der Volksinitiative wird der Druck auf das Parlament erhöht.
Auch der TCS findet es richtig, dass Fahrzeuglenkende, welche elementare Verkehrsregeln vorsätzlich verletzen, die ein Autorennen veranstalten und durch ihr Verhalten das Risiko eines Unfalls mit Schwerverletzten und Toten in Kauf nehmen, als Raser eingestuft und dementsprechend hart bestraft werden. Problematisch ist aus der Sicht des TCS der von den Initianten geforderte langjährige Führerausweisentzug bei Wiederholungstätern; dies verleite zum Fahren ohne Ausweis.
TCS ging voran
Schon vor mehreren Jahren hat übrigens der TCS im Rahmen einer Kampagne in Zusammenarbeit mit der Plakatgesellschaft auf die Raserproblematik hingewiesen. Sujets wurden sogar ausgezeichnet.
Dies zeigt: Der TCS ist seit langem ein wichtiger Akteur auf dem Gebiet der Verkehrserziehung. Er setzt sich auf allen Stufen (Kindergarten, Primar-, Sekundar-, Berufsschule, Erwachsene) auf dem Gebiet der Unfallprävention und der Aus- und Weiterbildung für die Verstärkung der Verkehrssicherheit ein. Dies mit dem Ziel, die Anzahl Unfallopfer und der Verletzte im Verkehr weiter zu senken.
Quelle: TCS Schweiz (Touring 09/2010)












